KENWO - Kurzbeschreibung

Schritte zur Entwicklung ganzheitlicher Energiekonzepte

Die Entwicklung von optimierten Energiekonzepten erfolgt in der Regel in drei Phasen.

In der ersten Phase wird eine Bestandsaufnahme des zu untersuchenden Gebäudes gemacht. Die Aspekte Baukonstruktion, technische Anlagen, Gebäudebetrieb und Gebäudenutzung müssen dabei erfasst werden. Daraus kann eine grobe Analyse des dem Betrieb zugrunde liegenden Energiekonzeptes erstellt werden.

In der zweiten Phase werden zusätzlich Verbrauchswerte, Regelungsgrößen und raumklimatische Daten messtechnisch erfasst. Aus dem Vergleich mit gerechneten Werten lassen sich die gemessenen Werte interpretieren, grobe Fehler im Betrieb beseitigen sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz ableiten und im Hinblick auf ihr Potenzial für eine Optimierung des Energiekonzeptes untersuchen.

In der dritten Phase können auf Basis der Ergebnisse der beiden ersten Phasen konkrete, ganzheitliche Optimierungskonzepte entwickelt werden. Ganzheitlich heisst hier, dass die Optimierung sowohl unter ökonomischen als auch ökologischen Gesichtspunkten erfolgt und als Randbedingungen vorgegebene Komfortbedingungen eingehalten werden. Ziel solcher Konzepte sind zum einen die nachhaltige Reduzierung des Energieverbrauches und der Energiekosten und zum anderen die Steigerung der Nutzungsqualität. Da die Nutzung bei vielen Gebäuden zunehmend starken zeitlichen Schwankungen unterliegt, muss die Realisierung des Energiekonzeptes und seine Anpassung an den aktuellen Betrieb des Gebäudes immer wieder überprüft werden. Dies ist eine der Aufgaben während der Betriebsphase (vierte Phase). Sie kann mit Hilfe eines simulationsgetriebenen Energiemanagements, für das die Grundlagen in den ersten drei Phasen gelegt werden, geleistet werden.